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Treffen der Familie Weil
Es war Schülern der Realschule Waibstadt ein besondere Anliegen, zu den Nachfahren Hermann Weils Kontakte zu knüpfen, die heute überwiegend in Nord- und Südamerika sowie in Israel und Großbritannien leben. Den Höhepunkt bildete dabei das im April 2009 im Kraichgau veranstaltete Verwandtschaftstreffen der Familie Weil. Zu den wichtigsten Programmpunkten des mehrtägigen und von der Presse begleiteten Aufenthalts zählte der Besuch des Mausoleums und des angrenzenden jüdischen Friedhofs.
Erstes Familientreffen in Florida im Jahr 2002
Erstes Verwandtschaftsreffen im Jahr 2002
Erstes Treffen im Jahr 2002
Die ersten Kontakte zwischen Schülern der Realschule Waibstadt und der Familie Weil entstanden im Jahr 2001. Anschließend wurden Mitglieder der Projektgruppe Judentum im Kraichgau nach Florida zum ersten Verwandtschaftstreffen der Familie Weil eingeladen, um einen von Schülern angefertigten Film über die Kraichgauer Wurzeln der Familie vorzustellen. Seit dieser Zeit bestehen enge Kontakte zur Familie Weil.
Zweites Familientreffen im Kraichgau im April 2009
Feier zum zehnjährigen Bestehen der Projektgruppe Judentum im Kraichgau
Feier zum zehnjährigen Bestehen der Projektgruppe Judentum im Kraichgau
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Vom 24. April bis 27. April 2009 fand im Kraichgau das zweite Verwandtschaftstreffen der Familie Weil statt. Zu den Höhepunkten des Besuchsprogramms zählten die Feierlichkeiten anlässlich des zehnjährigen Bestehen der Projektgruppe Judentum im Kraichgau sowie die Einweihung der ehemaligen Synagoge in Steinsfurt als Veranstaltungs- und Ausstellungsstätte. Zu beiden Anlässen hielt Marianne Weil-Sekulow, die als Kind die Reichspogromnacht in Steinsfurt durchlitt, eine Aufsehen erregende Rede, die nicht nur die Zuhörerschaft beeindruckte, sondern auch in Presseartikeln gewürdigt wurde. Ihre eindringlichen Worte der Versöhnung, ohne dabei die leidvolle Vergangenheit aus den Augen zu verlieren, sind ein nachhaltiger Beitrag zur Verständigung gegenwärtiger und kommender Generationen.
Besuch des Mausoleums und des jüdischen Friedhofs
 Übergabe der Erinnerungstafel
Überreichung der Erinnerungstafel
Zu den wichtigsten Stationen des Besuchs zählte das von Hermann Weil errichtete Mausoleum und der benachbarte jüdische Friedhof, wo zahlreiche Familienmitglieder ihre letzte Ruhestätte fanden. Beim anschließenden Empfang der Stadt Waibstadt überreichte Marianne Weil-Sekulow eine Erinnerungstafel, die nach Abschluss der Sanierungsarbeiten am Mausoleum angebracht wird. Sie erinnert an die während der nationalsozialistischen Herrschaft ermordeten Familienmitglieder.
Weitere Informationen
Rede von Marianne Weil-Sekulow zum zehnjährigen Bestehen der Projektgruppe Judentum im Kraichgau
Die Schülerarbeiten sind Teil der "Teshuva"
(Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 25.04.2009)
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